Infos im März 2019

Laufamholz beim Katastropheneinsatz in Oberbayern

Als Teil eines Hilfeleistungskontingents der Feuerwehr Nürnberg war eine Gruppe von 11 Laufamholzer Aktiven ab dem 13. Januar für mehrere Tage in Bayerischzell, um die lokalen Kräfte vor allem beim Abräumen von durch die Schneelast bedrohten Dächern unterstützen. Neben Löschfahrzeugen bestand das Hilfeleistungskontigent auch aus Pkws, Logistikfahrzeugen, Drehleitern, Rüstwagen sowie sonstigen Fahrzeugen. Um unabhängig agieren zu können, wurde auch die Verpflegung für mehrere Tage mitgeführt.

Auszüge aus dem Pressebericht der Feuerwehr Nürnberg:

Vier Tage war ein Hilfeleistungskontingent Nürnberg-Erlangen, bestehend aus rund 120 Einsatzkräften der Feuerwehren aus beiden Städten, im oberbayerischen Bayrischzell zur Dachräumung und Führungsunterstützung im Einsatz. Dabei konnten zusammen mit Einsatzkräften aus mehreren Teilen Bayerns zahlreiche Häuser, die teilweise bereits unmittelbar durch die Schneemassen vom Einsturz bedroht waren, vor schwereren Schäden geschützt werden.

Am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr wurde die Feuerwehr Nürnberg als Katastrophenschutzdienststelle der Stadt Nürnberg von der Regierung von Mittelfranken gebeten, die Bereitstellung eines Hilfeleistungskontingents und weiterer
Spezialkräfte zur Dachsicherung zu prüfen. Bereits am folgenden Sonntagmorgen kurz nach 08:00 Uhr setzte sich ein Verband aus insgesamt rund 30 Fahrzeugen mit 120 Feuerwehrleuten in Bewegung. Den Einsatzkräften bot sich beim Eintreffen ein malerisches Winter-Alpenpanorama, bei dem sie jedoch nicht verweilen konnten. Schließlich lagen unter der weißen Decke zahlreiche Gebäude, von denen einige mittlerweile erste Belastungsschäden zeigten. Nach Priorisierung der Dächer durch Fachleute nach Dringlichkeit starteten die Einsatzkräfte mit weiteren Einheiten aus dem Raum Regensburg mit dem Räumen der am stärksten betroffenen Dächer. Einige mussten vor dem Betreten bereits von unten abgestützt werden, um die Einsturzgefahr durch die extremen Dachlasten zu bannen. Die Helfer auf den Dächern wurden dabei von Experten der Höhenrettungsgruppe über Drehleitern und Kräne mit Seilen gegen Absturz gesichert, da sich unter dem Schnee teilweise spiegelglatte Eisschichten gebildet hatten und Fernster und ähnliches nicht sichtbar waren.

In weit über 5000 Helferstunden kämpften allein die mittelfränkischen Kräfte gegen den Schnee, die im Laufe der Zeit von immer weiteren Helfern unterstützt wurden. Nach anfänglich rund 200 Einsatzkräften waren in Bayerischzell letztendlich über 850 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW und Rotem Kreuz im Einsatz, weswegen die Nürnberger Feuerwehrleute neben der körperlichen Arbeit auf den Dächern des Ortes auch die Einsatzleitung bei der Koordination der Arbeiten unterstützte.

Am Mittwochabend wurden die mittelfränkischen Kräfte abgelöst, nachdem sie doppelt so lange im Einsatz waren wie ursprünglich geplant. Dank ihres beherzten und umsichtigen Vorgehens kam es trotz der mit Schnee und Glätte  verbundenen Probleme zu keinen schwereren Verletzungen der Einsatzkräfte. Diese wurden von der Gemeinde und ihren Einwohnern sehr herzlich aufgenommen, verpflegt und nach Kräften unterstützt. Nach dem Einsatz bleibt ein Band der Freundschaft zwischen Einwohnern und Einsatzkräften, das sicher noch einige Zeit halten wird.

FF Laufamholz