Dachstuhlbrand in Laufamholz

Am 23.04.2018 gegen 0:45 Uhr wurde die Feuerwehr Nürnberg zu einem Dachstuhlbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in die Laufamholzstraße gerufen. Bereits beim Eintreffen schlugen weithin sichtbar meterhohe Flammen aus dem Dach in den Nachthimmel. Durch das schnelle und umfassende Eingreifen der Feuerwehreinheiten konnte die Ausbreitung des Feuers auf den gesamten Dachstuhl und eine angrenzende Wohnung verhindert werden. Die direkt im Bereich des Brandherdes liegenden Räume einer Dachgeschosswohnung wurden allerdings durch das Feuer zerstört. Von den Bewohnern kam niemand zu Schaden. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Bereits während der Anfahrt der ersten Einheiten gingen mehrere Anrufe in der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg ein, die auf ein größeres Feuer in der Laufamholzstraße hinwiesen. Sofort erhöhte die Leitstelle vorsorglich die Alarmschwelle und weitere Kräfte wurden zur Einsatzstelle beordert. Dadurch standen in kurzer Zeit zwei Drehleitern und mehrere Trupps unter Atemschutz zur Verfügung. Über den Korb der Drehleitern konnten Einheiten unter Atemschutz die Flanken des Brandes von zwei Seiten gezielt mit Löschrohren bekämpfen und die Dachhaut öffnen, um an die Brandnester zu gelangen. Gleichzeitig gingen Atemschutztrupps mit Löschrohren über den Treppenraum in den brennenden Spitzboden und die darunterliegende Wohnung vor, um von innen die Brandherde zu bekämpfen. Der umfassende Einsatz hatte Erfolg: Eine Ausbreitung des Feuers auf den gesamten Dachstuhl und eine direkt angrenzende Wohnung konnte verhindert werden.

Nach etwa 45 Minuten war das Feuer gelöscht und die Kräfte konnten mit den aufwendigen Nachlöscharbeiten beginnen. Dabei müssen Dach-, Decken, und Balkenbereiche geöffnet und kontrolliert werden, sowie aufgefundene Glutnester gezielt abgelöscht werden. Diese Arbeiten dauerten noch bis in die frühen Morgenstunden an. Die Bewohner der Dachgeschosswohnungen konnten sich frühzeitig selbst in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten jedoch leicht verletzt und wurde vorsorglich in der Klinik untersucht. Er konnte diese aber glücklicherweise bald wieder verlassen.

Im Einsatz waren insgesamt 40 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr aus Laufamholz. Notarzt und Rettungsdienst stellten vor Ort die medizinische Versorgung sicher. Die Polizei sorgte für die Verkehrssperrung und Regelung. Herbeigerufene Mitarbeiter der Main-Donau-Netzgesellschaft kontrollierten die Strom- und Gasversorgung im Gebäude.
Über Brandursache und Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Bilder: ToMa / Reitmayer