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Dezember 2004
Die Freiwillige Feuerwehr informiert
Heute: Brandgefahr in der Weihnachtszeit



Auszüge vom Bayerischen Landesfeuerwehrverband:
"... Advent, Advent ein Lichtlein brennt ...", beginnt ein bekanntes Weihnachtslied. Doch manchmal brennt nicht nur ein Lichtlein, sondern gleich das ganze Zimmer. Dann steht nicht das Christkind vor der Tür, wie es im Liedertext heißt, sondern die Feuerwehr!
Trotz aller Warnungen kommt es Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit zu Zimmer- und Wohnungsbränden. Meist entstehen solche Brände durch Unachtsamkeit und unsachgemäßen Umgang mit Kerzen.

Häufige Brandursachen dabei sind:
  • Kerzen zu nah an Vorhängen (Luftzug) und an Holzverkleidungen von Wänden und Decken
  • Keine oder Verwendung von brennbaren Kerzenhaltern
  • Zu weit abgebrannte Kerzen, insbesondere bei trockenen Gestecken
  • Kleinkinder ziehen die Tischdecke mit dem Adventskranz oder dem Weihnachtsgesteck herunter
  • Brennen lassen von Kerzen obwohl niemand im Raum ist.
  • Wachskerzen stecken nicht senkrecht im Kerzenhalter.
  • Brand durch Umkippen oder Umstoßen des Weihnachtsbaumes.
  • Die Kerzen sind zu nahe unter den darüber liegenden Zweigen angebracht.


Tipps zur Brandverhütung:
  • Verwenden Sie für Ihren Adventskranz Wachsauffangschalen aus nicht brennbarem Material und für Ihren Weihnachtsbaum Kerzenhalter mit Kugelgelenken
  • Kränze oder Gestecke nicht in die Nähe von Wärmequellen stellen
  • Trockenes Grün gegen frisches auswechseln
  • Kaufen Sie den Christbaum erst kurz vor dem Fest und
  • stellen Sie ihn bis dahin in einen Eimer Wasser
  • Eventuell lebenden Tannenbaum mit Wurzel verwenden
  • Kerzen so anbringen, dass Äste nicht in Brand geraten können
  • Beim Anzünden der Kerzen von oben nach unten anzünden
  • Löschen der Kerzen in umgekehrter Reihenfolge, von unten nach oben
  • Kerzen nie ganz abbrennen lassen
  • Wunderkerzen sollten nicht am Christbaum oder in der Nähe von brennbaren Gegenständen hängen
  • Noch glühende Wunderkerzen nur auf nichtbrennbare Unterlage oder in einem geschlossenen Metalleimer entsorgen
  • Bei brennbarem Baumschmuck (selbst gebastelt) darauf achten, dass dieser in einem ausreichenden Abstand zu Kerzen angebracht wird
  • Weihnachtsbaum gegen Umkippen sichern
  • Geeignetes Löschgerät bereitstellen (Eimer mit Wasser oder Feuerlöscher)
  • Bei elektrischen Kerzen, nur VDE-geprüfte Lichterketten verwenden


Auch elektrische Minilichterketten für den Weihnachtsbaum können laut einer Untersuchung von Experten Stromschläge austeilen und Brände verursachen. Wie der Verband Deutscher Elektrotechnik mitteilte, wurden in seinem Auftrag neun der meistverkauften Modelle auf Belastung und Entflammbarkeit geprüft.
Dabei seien erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Bei einem Modell lag sogar die stromführende Leitung frei, so dass der Benutzer beim Berühren einen möglicherweise tödlichen Stromschlag bekommen könnte.


Weihnachtseinsätze der Freiwilligen Feuerwehr Laufamholz in den letzten Jahren:
Auch die Freiwillige Feuerwehr Laufamholz war wegen derartiger Unachtsamkeiten verschiedentlich im Einsatz. Besonders tragisch war der Einsatz am 23. Dezember 2001, als im Kersbacher Weg in Laufamholz eine Person an den Folgen eines durch Kerzen ausgelösten Zimmerbrandes verstarb. Im 05.01.2004 brannte eine Wohnung in Ebensee durch brennende Kerzen an einem Christbaums aus !!



Löschzug Laufamholz
Manfred Meier
Schriftführer
  Webmaster: Stefan Meier