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Oktober 2004
Die Freiwillige Feuerwehr informiert
Heute:Freiwillige Feuerwehren in Bayern im Jahre 2003
Einsätze in Laufamholz



Aus dem Bayerischen Innenministerium verlautet:
198.799 Einsätze waren im Jahr 2003 von den 7.777 Freiwilligen Feuerwehren, den 260 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie den 7 Berufsfeuerwehren mit ihren insgesamt fast 334.000 aktiven Einsatzkräften in Bayern zu leisten. Damit ist gegenüber dem Jahr 2002 zwar ein leichter Rückgang der Gesamteinsatzzahlen um 6.826 (- 3,3 %), aber ein Anstieg der Brandeinsätze um 1.731 (+ 8,6 %) zu verzeichnen.
Statistisch gesehen wird etwa alle 2,5 Minuten irgendwo in Bayern eine Feuerwehr zum Einsatz gerufen, um in Not geratenen Mitmenschen zu helfen. Insgesamt 13.447 Menschen konnten von den Einsatzkräften bei allen Einsatzarten gerettet werden, für 2.106 Personen war eine Rettung leider nicht mehr möglich. 5 Feuerwehrleute verloren im letzten Jahr im Einsatz ihr Leben, 1.174 wurden verletzt.
"Dies zeigt, dass die Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft auch unter Lebensgefahr ihren selbstlosen Dienst an der Gemeinschaft leisten. Dafür verdienen sie hohen Respekt. Die Bilanz macht zudem deutlich, wie wichtig und unverzichtbar ein gut funktionierendes Feuerwehrwesen ist, um in Gefahr geratenden Mitbürgern jederzeit helfen zu können", betont Innenminister Dr. Günther Beckstein.

Insgesamt 321.962 Feuerwehrdienstleistende sind in den 7.777 Freiwilligen Feuerwehren Bayerns aktiv. Davon sind 18.654 Feuerwehrfrauen oder 5,8 %, was einer leichten Steigerung von 0,3 % gegenüber 2002 entspricht. Ebenfalls leicht ansteigend ist die Anzahl der Feuerwehranwärter. Mit 51.745 ist hier eine Erhöhung um 0,8 % gegenüber 2002 festzustellen. Negativ dagegen verläuft die Entwicklung der Mitgliederzahl insgesamt. Gegenüber 2002 fanden sich 1.753 (- 0,5 %) weniger Menschen für den ehrenamtlichen Dienst bereit.

Im Jahr 2003 waren die Masse der Einsätze wiederum technische Hilfeleistungen. Mit 116.226 Einsätzen gingen diese um 5,9 % zurück, was aber auf eine wesentlich geringere Anzahl von Hochwassereinsätzen als im Jahr 2002 zurückzuführen ist. Insgesamt 7.762 Personen konnten bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Einsatzlagen gerettet werden, 1.821 Menschen konnten die Feuerwehren nicht mehr helfen.

Die Zahl der Brandeinsätze steigt seit 2001 an. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 21.793 solcher Einsätze zu bewältigen (+18,6 %). Auffallend ist hier die Zunahme der Einsätze bei Großbränden gegenüber 2002 auf 751 (+ 22 %). Die Zahl der bei Bränden getöteten Personen lag mit 64 Menschen allerdings um fast 40 % niedriger als im Vorjahr.

Kummer bereiten den Feuerwehren die fast 20.000 Fehlalarmierungen durch irrtümliche Alarmierungen (4.381), böswillige Alarme (1.053) oder Fehlalarme durch Brandmeldeanlage (13.757). Diese Fehleinsätze wurden zu 35 % durch Freiwillige Feuerwehren abgedeckt, deren Einsatzkräfte hierfür von ihrem Arbeitsplatz abgerufen oder aus ihrer Freizeit gerissen wurden.

Der Freistaat hat im Jahr 2003 mit rund 38 Millionen Euro die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und -geräten und die Errichtung von Feuerwehrgerätehäusern und Feuerwachen durch die Kommunen gefördert. Im Jahr 2004 wurden über 47 Millionen Euro zur Förderung bereitgestellt. Beckstein: "Das ist die höchste Fördersumme seit über 10 Jahren. Von 1994 bis 2004 hat der Freistaat insgesamt über 400 Millionen Euro für die Förderung des Feuerwehrwesens zur Verfügung gestellt. Damit leistet der Freistaat einen enormen Beitrag zur Unterstützung der Städte, Gemeinden und Landkreise, die auch in schwierigen Zeiten den Brandschutz sicher stellen müssen."


Einsätze im September und Oktober in Laufamholz:
Nach einer eher ruhigen Sommerzeit häuften sich die Einsätze in den letzten Wochen. So wurde die FF Laufamholz unter anderem am 7. September zu einem Kellerbrand in die Hüttenbacher Straße gerufen. Zusammen mit der Berufsfeuerwehr galt es, unter schwerem Atemschutz mehrere Personen aus dem verqualmten Gebäude zu retten. Eine Person erlitt dabei eine Rauchvergiftung und musste dem Rettungsdienst übergeben werden.
Ein weiterer Kellerbrand ereignete sich am 4. Oktober in der Happurger Straße. Auch in diesem Fall rückte die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit der Berufsfeuerwehr mit schwerem Atemschutz vor und unterstützte bei den Lösch- und Aufräumaktionen. Drei Kinder wurden dabei aus dem 3. Stock über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht.

Übersicht aller Einsätze und Hilfeleistungen:

03.09.   Kleinbrand Freiligrathstraße in Mögeldorf
07.09.   Kellerbrand Hüttenbacher Straße mit mehreren Verletzten
12.09.   Streckenposten beim Radrennen ‚Rund um die Altstadt'
24.09.   Fehlalarm Altenheim
01.10.   Trafobrand bei Fa. Baumüller in Mögeldorf
04.10.   Kellerbrand Happurger Straße


Löschzug Laufamholz
Manfred Meier
Schriftführer
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